Forum „Inklusion – Gleiches Recht für alle“
Mittwoch, den 08. Dezember 2010 um 22:30 Uhr
10.1.2010 "Inklusion – Gleiches Recht für alle"
mit Hubert Hüppe, dem Beauftragten der Bundesregierung für Belange behinderter Menschen und Dr. Ulrich Hase

www.alle-inklusive.de
Am Montag , 10. Januar, fand im Theater Itzehoe, Theaterplatz, von 15 bis 17.30 Uhr ein Forum zum Thema “Inklusion – Gleiches Recht für alle” mit Hubert Hüppe, dem Beauftragten der Bundesregierung für Belange behinderter Menschen und Dr. Ulrich Hase, dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, statt.
Veranstaltung zur
UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung
- "Inklusion - Gleiches Recht für alle"
in Itzehoe
Wenn die Teilhabe von Menschen mit Behinderung verletzt wird,
dann werden letztendlich Menschenrechte verletzt.
Interviews vom Tage
Rede von
Carol Breiling
Rede Teil 1 von
Hubert Hüppe
Rede Teil 2 von
Hubert Hüppe
Interview mit
Hubert Hüppe
Interview mit
Hubert Hüppe
Interview mit
Hubert Hüppe
Interview mit
Carol Breiling
Es kann Jeden von uns treffen – heute und überall ! -
das zeigte sich gestern wieder.
Denn auf dem Weg zum Forum "Gleiches Recht für alle" in Itzehoe hatte Hubert Hüppe, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen einen schweren Autounfall. Totalschaden auf der Autobahn ! Zum Glück bleiben Hüppe und sein Fahrer unverletzt. Mit einstündiger Verspätung kam Hüppe dann im Theater Itzehoe an, um dort mit den zahlreichen Besuchern über die Themen der UN-Konvention, über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu sprechen.
Seit 2008 ist die UN-Konvention > deutsches Recht. Doch an der Basis sei davon wenig angekommen, gab die Organisatorin des Forums Marita Brunswik zu denken und hatte deshalb diese Veranstaltung ins Leben gerufen. Diese wurde sehr gut angenommen, fast 200 , größtenteils selbst mit einem Handicap, folgten der Einladung Brunswiks.
Die Veranstaltung war vorbildlich barrierefrei: Zwei Schriftmittlerinnen brachten das gesprochene Wort in Textform auf große Leinwand hinter der Bühne und eine Gebärdendolmetscherin übersetzte die Ansprachen für die gehörlosen Gäste. Auch für Rollstühle war viel Platz neben den Stuhlreihen geschaffen worden.
"Inklusion fängt klein an", sagte der Behindertenbeauftragte. Eines der größten Probleme sei, dass Menschen ohne Behinderung nicht mit Behinderten umgehen könnten. Eines der Gründe dafür sei, dass sie zuwenig über deren Lebensumstände informiert sein würden. "Nichtbehinderte und behinderte Menschen müssen mehr zusammen gebracht werden“, so Hüppe.
Tanja Ebbecke vom Verein "Kopf hoch für Körper- und Mehrfachbehinderte" sagte zur Thematik „Kindergärten und Schulen: „Für "inklusive Bildung" aller Kinder müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Ein Leben mit einem behinderten Kind sei oft ein Kampf und das müsse in der heutigen Zeit nicht sein".
Hüppe unterstrich die Bedeutung der UN-Übereinkunft: Betroffene könnten die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als Menschenrecht fordern, nicht als Akt der Fürsorge oder Mitleidsgeschenk.
Das Ergebnis ist Hüppe wichtiger als der Weg dorthin. Deshalb möchte er weniger Bürokratie und einen entwirrten "Zuständigkeitsdschungel" und füge dazu wieder seinen Leitspruch hinzu: “Wer Inklusion will, sucht Wege - wer sie verhindern will, sucht Begründungen“
Dem pflichtete Eva Gruitrooy von der “Brücke SH“ bei. Die Gesetze böten viele Möglichkeiten und in Schleswig Holstein gäbe es auch viele Engagierte und viel Willen zur Zusammenarbeit, sagte die Regionalleiterin. Aber es bräuchte dafür einen roten Faden. Gruitrooy würde sich einen regionalen Aktionsplan für die UN-Konvention wünschen.
Dr. Ulrich Hase, Behindertenbeauftragter des Landes Schleswig Holstein ging nochj einen Schritt weiter: "Jeder Mensch ist ein potenzieller Mensch mit Behinderung". Einiges sei bereits erreicht worden, aber eine flächendeckende Barrierefreiheit sei noch weit entfernt. Benötigt würden vor allem auch Behindertenbeauftragte in den Kommunen, so Hase. Aber landesweit gebe es erst 34. In Steinburg jedoch nicht. "Unhaltbar", kritisierte Carol Breiling von den Grünen im Kreis. Zum Abschluß der interessanten Diskussionen mit den Besuchern des Forums
wünschte Hüppe sich schlicht „eine Selbstverständlichkeit in der Gesellschaft - besonders bei den "schwerst Mehrfachnormalen"“.
Marita Brunswik plant schon weitere Veranstaltungen. "Fangen wir gemeinsam an, Barrieren, insbesondere die in den Köpfen, abzubauen."
»R4H - das Radio für barrierefreie Köpfe« ist in diese Bemühungen involviert und im Rahmen der “R4H mobil Tour“ 2011 wird Itzehoe ein Etappenziel sein und auch beim “MobiCup Nord“ wird es eine enge Zusammenarbeit der Städte Flensburg - Itzehoe geben, so Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen.Bilder der Veranstaltung bereitgestellt von Michael Ruff (Fotograf und Bildredakteur) www.ruffografie.de



In der R4H Sondersendung zur Veranstaltung werden Reden, Gespräche und Interviews behandelt mitHubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung in Schleswig Holstein
Carol Breiling, Die Grünen, Itzehoe
Eva Gruitrooy, “Brücke“ Schleswig-Holstein
Heike Witsch, BSK - Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter
Tanja Ebbecke, “Kopf-Hoch“ für Körper- und Mehrfachbehinderte im Kreis Steinburg e.V.
Architekt Dipl. Ing. Dirk Johannson - Barrierefreies Wohnen
Hier können Sie den Tagesablauf sehen (PDF) >
Pressemitteilung: Jahresrück- und -Ausblick des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Berlin, 30.12.2010
Den Jahresrückblick von
Büro des Beauftragten der Bundesregierung
für die Belange behinderter Menschen
11017 Berlin
Tel: +49 (0)30 18 527 - 2723
Fax: +49 (0)30 18 527 - 1871
Email:
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Internet:
www.behindertenbeauftragter.de
Zum PDF Download >
Überall Barrieren - auch in den Köpfen
Behindertenbeauftragter des Bundes kommt nach Itzehoe:Marita Brunswik organisiert Veranstaltung im Theather Itzehoe
Der große Kampf um Barrierefreiheit
Heike Witschmacht sich für die Belange der Rollstuhlfahrer im ÖPNV stark / Behindertenbeauftragter des Bundes am Montag den 10.01.2010 in Itzehoe zu GastZum PDF Download >
Barrieren im Leben und in den Köpfen abbauen


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