Gabriele Molitor, MdB
Wir leben in einer Mediengesellschaft. Berichterstattung in Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen erzeugt Aufmerksamkeit. Wer in den Medien stattfindet, verschafft sich und seiner Botschaft Gehör. Journalisten agieren in den Medien als Mittler, geben Informationen weiter und können Meinungen machen. Das Internet macht es möglich, dass einzelne Personen oder Organisationen viele Menschen erreichen und ihnen ihre Sicht der Dinge unvermittelt mitteilen können. Innerhalb kurzer Zeit können Menschen untereinander weltweit Kontakt aufnehmen und miteinander kommunizieren.Der Weg, den Sie mit Ihrem Projekt „Radio for Handicaps“ bereits vor 7 Jahren beschritten haben, ist ein guter und richtiger Weg. Sie haben sich die große Reichweite des Internets mit Ihrem Sendeformat zunutze gemacht. Die wachsenden Zuhörerzahlen in aller Welt in den vergangenen Jahren geben Ihnen Recht. Ein besonderer Höhepunkt Ihrer Arbeit ist ohne Zweifel, dass Sie mit dem R4H-Team bei den Paralympics vor Ort dabei sein werden, und live aus Vancouver berichten.
In den Medien darf das Thema Menschen mit Handicap nicht nur anlässlich eines sportlichen Großereignisses alle 2 Jahre medial von Bedeutung sein. Menschen mit Behinderung und ihre Aktivitäten sollten nicht nur bei besonderen Anlässen oder „ab und zu mal“ in der Berichterstattung der Medien eine Rolle spielen.
Ihr Radio-Team leistet hier einen wichtigen Beitrag. Das Besondere an diesem Projekt ist sicherlich auch, dass nicht nur über Menschen mit Behinderung gesprochen wird, sondern dass sie selbst an der Entstehung des Programms beteiligt sind. Ein Mensch ohne Behinderung kann sich nie gänzlich in die Situation eines Menschen mit Behinderung hineinversetzen. Dies macht das Projekt besonders wertvoll.
Radio im Internet ist ein guter Multiplikator, um viele Menschen zu erreichen, behinderte wie nicht-behinderte. Radio hören bedeutet, genau hinzuhören. Wenn man zuhört, setzt man sich mit einem Thema auseinander. Genau diese Auseinandersetzung und Beschäftigung mit den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gilt es weiter zu fördern.
Ich wünsche dem Verein Health-Media e.V. für die weitere Umsetzung der für 2010 geplanten Projekte viel Erfolg. Ich bin sicher, Sie schaffen es, Ihr Sendeformat noch bekannter zu machen und damit Ihr Ziel, behinderten Menschen zu mehr Aufmerksamkeit und Akzeptanz in der Gesellschaft zu verhelfen, zu erreichen.
Mit Ihrer Arbeit sind Sie nicht nur nah dran, sondern mittendrin. Sicherlich kann Ihr Engagement ein Vorbild sein für viele weitere ähnliche Projekte im Medienbereich.
Ich wünsche Ihnen auch zukünftig, dass Sie auf offene Türen und offene Ohren stoßen.
„Radio für barrierefreie Köpfe“ hat das Potential, in den Köpfen der Menschen etwas zu bewegen, Brücken zu bauen, Barrieren zu überwinden und abzubauen.
Machen Sie weiter so! Ihre Gabriele Molitor
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